Studien · Journal
Wer hat EECP erfunden?
Stand: Oktober 2026 · Cardio Pulse Berlin
Die Idee stammt aus den 1950er Jahren: Die Brüder Kantrowitz zeigten, dass mehr Blut in die Herzkranzgefäße fließt, wenn die Druckwelle in der Hauptschlagader verzögert wird. An der Harvard-Universität entstand daraus das erste Gerät, das von außen auf den Kreislauf wirkt. In China entwickelte man die heutige Form mit drei Manschetten.
- 1953
- Kantrowitz: Prinzip der Gegenpulsation
- 1980er
- Guangzhou: Manschetten im Herzrhythmus, die heutige Form
- 1995 und 2002
- FDA-Zulassung bei Angina, dann Herzschwäche
- 2013
- Dr. Holger Hotz bringt EECP nach Berlin
Woher kommt die Idee?
1953 zeigten Adrian und Arthur Kantrowitz im Tierversuch: Wird die Druckwelle in der Hauptschlagader verzögert, fließt mehr Blut in die Herzkranzgefäße. Dieses Prinzip heißt Gegenpulsation.
Wer baute das erste Gerät?
In den 1960er Jahren entwickelten Birtwell, Soroff und ihre Kollegen an der Harvard-Universität das erste Gerät, das von außen Druck auf die Beine ausübt. Es arbeitete mit Wasser und war aufwendig im Betrieb. Aus derselben Idee entstand die Ballonpumpe in der Hauptschlagader, die bis heute in Herzkliniken eingesetzt wird.
Wie entstand die heutige Form?
Zheng Zhensheng und sein Team an der Sun-Yat-sen-Universität in Guangzhou entwickelten das Verfahren ab 1976 weiter: drei Luftmanschetten an Waden, Oberschenkeln und Gesäß, die nacheinander im Takt des Herzens pumpen. In den 1980er Jahren entstand daraus die verstärkte Form, EECP.
Wann kam EECP in die Kliniken?
- 1990erDer Name EECP entsteht in den USA, erste Zentren an Universitätskliniken.
- 1995Zulassung der FDA bei chronischer Angina pectoris.
- 1999MUST-EECP, die erste randomisierte Studie an sieben Universitätskliniken.
- 2002Zulassung der FDA bei Herzschwäche.
- 2024In der Leitlinie der Europäischen Gesellschaft für Kardiologie genannt.
Und in Berlin?
Seit 2013 bietet Dr. Holger Hotz die EECP-Therapie in Berlin an.
Quellen
Kantrowitz A, Kantrowitz A. Experimental augmentation of coronary flow by retardation of the arterial pressure pulse. Surgery. 1953;34(4):678–687.
Soroff HS, Birtwell WC et al. Assisted circulation by external counterpulsation. Frühe Arbeiten der Harvard-Gruppe, 1960er Jahre.
Zheng ZS et al. Sequential external counterpulsation (SECP) in China. Trans Am Soc Artif Intern Organs. 1983;29:599–603.
Arora RR et al. MUST-EECP. J Am Coll Cardiol. 1999;33(7):1833–1840.
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